Funktionelle Entspannung – FE

Die Funktionelle Entspannung, kurz FE genannt, ist ein „SpürLernVerfahren“, eine Hinwendung zu sich selbst, zum „… bisher Unbemerkten im menschlichen Körper“.

Von Marianne Fuchs in den vierziger Jahren entwickelt, ermöglicht uns die Methode eine Belebung und Schulung der teils sehr feinen, subtilen körperlichen Wahrnehmung und des subjektiven Erlebens der eigenen Leiblichkeit (Subjektive Anatomie). Kleine Bewegungsreize in den großen und kleinen Gelenken wirken, über gelenkeigene Mechanorezeptoren, aktivierend auf das Zwerchfell. Der damit mögliche, freie, autonome Atemrhythmus wird dabei im „Lassen“ gesucht: sich dem Boden überlassen, das eigene Gewicht spüren, das Bewegt-Werden spüren, das Bewegt-Werden spüren.

Ziel der FE ist neben der Entdeckung der „Propriozeption“ (= Tiefensensibilität, Eigenempfindung), das „Finden des Eigenrhythmus“. Dabei geht es um vegetative Vorgänge, die rhythmisch organisiert sind und insbesondere im Atemrhythmus wahrnehmbar und erlebbar werden. Im Gegensatz zu anderen, eher übenden Verfahren, z. B. dem autogenen Training, geht es bei der FE auch um die Umsetzung der körperlichen Wahrnehmungen des Übenden in Sprache. Das „dialogische Prinzip“ Viktor v. Weizsäckers ist daher in der Arbeit mit FE von besonderer Wichtigkeit.

Die Funktionelle Entspannung ist insbesondere geeignet bei:

  • Asthma bronchiale und anderen Störungen der Atmung
  • Migräne, Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden und weiteren Schmerzzuständen
  • Magen- und Darmbeschwerden und anderen Störungen des Verdauungstraktes
  • funktionellen Herzbeschwerden
  • Angst- und Unruhezuständen
  • Schlafstörungen
  • und in der Geburtsvorbereitung.